Chinijo-Archipel: Abseits vom Massentourismus

Nicht jeder Tourist möchte seinen Urlaub in einem großen Hotel an einem überfüllten Strand verleben und sich die Späße von Animateuren anhören. Wer das Besondere im Urlaub sucht und nicht unbedingt eine perfekte Touristische Infrastruktur am Urlaubsort vorfinden muss, der sollte einen Trip zum Chinijo-Archipel unternehmen. An unbekannten Ferienorten kann man in kleinen Ferienhäusern oder Ferienwohnungen entspannten Urlaub genießen.

Inselgruppe in Sichtweite von Lanzarote

Nördlich von Lanzarote, nur durch eine 1 km breite Meeresenge voneinander getrennt, liegt der winzige Archipel "Chinijo". Die Inselgruppe besteht aus fünf kleinen Inseln und wurde 1987 zum Naturschutzgebiet erklärt und ist heute das wichtigste Vogelschutzgebiet der Kanaren. Von Orzola an der Nordspitze Lanzarotes aus, kann man bei ruhigem Meer mit dem Fährboot zur größten der fünf Inseln übersetzen. Der Anblick vom Wasser auf die kleine Insel ist märchenhaft. Ein Besuch dieser bemerkenswerten Region ist sehr zu empfehlen. Allerdings sollte man keine Infrastruktur wie in den meisten Touristenzentren erwarten. Wer gern auf einsamen Wegen, weit ab vom Massentourismus unterwegs ist, dem wird der Besuch des Chinijo-Archipels zum unvergesslichen Erlebnis werden.

La Graciosa

Die größte Insel des Chinijo-Archipels heißt La Graciosa, was übersetzt "Die Anmutige" heißt. Der Name mag in den Ohren eines Europäers etwas ungewöhnlich klingen, wenn er das kahle Wüstenland betritt. Vertrocknete Steppe, kein Wasser und überall Sand - die Anmut der kleinen Insel erschließt sich erst bei näherem Hinsehen. Flache Strände umgeben die Insel. Vier Vulkane prägen die Kontur der Landschaft. Die Flora der Insel ist dürftig, aber zahlreiche Wasservögel haben hier ein großartiges Revier.

La Graciosa ist die einzige bewohnte Insel dieser Inselgruppe. Etwa 700 Einheimische leben hier. Lediglich zwei kleine Pensionen für Urlauber, die übernachten wollen, stehen zur Verfügung. Für naturverbundene Interessenten werden individuelle Touren mit dem Jeep angeboten, was man sich nicht entgehen lassen sollte. Die Einwohner sind freundlich, aber spezielle Unterhaltungen für Touristen sind nicht vorgesehen. Hier gibt es keine Hektik und keine großen Sensationen - nur wunderschöne Natur und die ist durchaus anmutig.